Diese Insektenordnung umfasst eine Vielzahl von Arten, darunter nicht nur Mücken, sondern auch Fliegen, Bremsen und Motten. Auch wenn wir die kleinen Biester nicht sonderlich mögen, Mücken sind für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem bestäuben sie Blüten, da Nektar ihre Hauptnahrungsquelle ist und spielen deshalb in verschiedenen Ökosystemen eine bedeutende Rolle.
Das juckt mich gar nicht –
Wie du Mücken von dir fern halten kannst
Warum stechen Mücken?
Die Mückenweibchen stechen, um ihre Fortpflanzung zu unterstützen. Weibliche Mücken benötigen Blutmahlzeiten, um die für die Entwicklung ihrer Eier notwendigen Proteine zu erhalten. Männliche Mücken hingegen ernähren sich in der Regel nur von Nektar und Pflanzensäften und stechen daher nicht.
Der Stechvorgang einer Mücke funktioniert folgendermaßen:
1. Suche nach Blut: Weibliche Mücken haben spezielle Sinnesorgane, um Kohlendioxid, Körperwärme und bestimmte Chemikalien zu erkennen, die von Wirbeltieren, einschließlich Menschen, abgegeben werden. Diese Hinweise signalisieren ihnen die Anwesenheit eines potentiellen Wirts.
2. Stechen: Nachdem eine Mücke einen geeigneten Wirt gefunden hat, setzt sie ihren Stechrüssel ein, der mit winzigen Widerhaken versehen ist, um die Haut zu durchdringen. Der Stechrüssel enthält Speichel-Drüsensekrete, die gerinnungshemmende Substanzen enthalten, um das Blut flüssig zu halten, während die Mücke saugt.
3. Blutsaugen: Die Mücke saugt dann Blut, indem sie es durch ihren Stechrüssel in ihren Körper pumpt. Während dieses Vorgangs gibt sie auch Speichel in die Wunde ab, was oft zu den juckenden Schwellungen und Irritationen führt, die nach einem Mückenstich auftreten.
Wichtig: Nicht kratzen, auch wenn es schwerfällt! Am besten direkt einen Tropfen Lavendel- oder Teebaumöl pur auf die Einstichstelle auftragen. Lavendel beruhigt und lindert den Juckreiz schnell, Teebaum beugt Entzündungen vor, die durch den Stich entstehen können. Du kannst auch einen elektrischen Stichheiler verwenden. Der punktuelle Wärmeimpuls zerstört die Proteine im Speichel der Mücke und stoppt die Histaminausschüttung, der Juckreiz lässt nach.
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Warum manche Menschen mehr Mücken anlocken
Aber nicht alle Mückenarten sind auf Blutmahlzeiten angewiesen. Einige Arten ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften und Nektar. Der Stich von Mücken kann nicht nur unangenehm sein, sondern auch Krankheiten übertragen, insbesondere in Regionen, in denen bestimmte Mückenarten (Exoten wie die asiatische Tiger- und Buschmücke) Krankheitserreger in sich tragen. Daher ist es in Gebieten mit einem erhöhten Risiko für übertragbare Krankheiten sehr wichtig, sich vor den Tieren zu schützen.
Hierzulande sind Mücken im Allgemeinen nicht besonders gefährlich, sondern meist einfach nur nervig. Bei der Frage, warum manche von uns mehr, andere weniger gestochen werden, spielen Faktoren wie Genetik, die Blutgruppe, Stoffwechselprodukte, Körperwärme, die Art der Kleidung (dunkle Farben ziehen Mücken an), Duftstoffe sowie das Immunsystem eine wichtige Rolle.
Aromatherapie zur Mückenabwehr
Ätherische Öle können als natürliche Mittel zur Mückenabwehr, aber auch zur Behandlung von Mückenstichen gut verwendet werden. Hier sind einige Essenzen, die dafür bekannt sind, mückenabweisende Eigenschaften zu haben sowie Möglichkeiten, sie anzuwenden:
Die intensiven Düfte von Zitroneneukalyptus, Lavendel, Teebaum, Pfefferminze, Palmarosa, Lemongras und ZitronenZitronen können Stechmücken nicht ausstehen. Daher eignen sich diese ätherischen Öle sehr gut zur natürlichen Abwehr der Insekten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du die Essenzen wirkungsvoll einsetzen kannst.
Anwendungsmöglichkeiten
Hautöl: Du kannst zur Vorbeugung eines der oben aufgelisteten ätherischen Öle mit einem Trägeröl mischen (z. B. 10 ml Mandelöl mit 3 Tr. Lavendelöl oder 2 Tr. Zitroneneukalyptusöl) und das Ganze auf die unbedeckten Hautstellen auftragen. Vor Gebrauch einen Arminnenbeugentest durchführen. Zur Anwendung im Gesicht die Augenpartie aussparen und am besten nur Lavendelöl-Öl als Essenz verwenden.
Hautspray: Oder du mischst ein paar Tropfen ätherisches Öl mit abgekochtem Wasser (z. B. 50 ml Wasser mit 7 Tr. Lavendelöl und 2 Tr. Palmarosaöl) und füllst das Ganze in eine Sprühflasche. Vor Gebrauch schüttelst du die Flasche kurz, damit sich die Öle gut vermischen. Nun kannst du die unbedeckte Haut damit besprühen. Achte darauf, Augenkontakt zu vermeiden.
Raumsprays: Verdünne die gewünschten ätherischen Öle mit Wasser und etwas Alkohol (z. B. 35 ml abgekochtes Wasser, 15 ml 40%iger Alkohol und ca.10-20 Tr. ätherische Öle nach Wahl) und verwende die Mischung als Raumspray in Wohnräumen oder auch auf Terrasse und Balkon.
Diffusor/Duftlampe: Oder du verwendest die ätherischen Öle (z. B. 4 Tr. Lemongras, 3 Tr. Zitroneneukalyptus und 3 Tr. Zitrone) in einem Diffusor bzw. in einer Duftlampe, um den Raum oder die Terrasse und den Balkon möglichst mückenfrei zu halten.
Kerzen: Ätherische Öle können auch in selbstgemachten „Mückenabwehr-Kerzen“ verwendet werden. Dazu benötigst du nur etwas Wachs (Soja- oder Bienenwachs), einen Docht, ein Glas und ein paar Tropfen ätherische Öle (siehe oben).
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Wenn's schon passiert ist…
Roll-On:Ein Anti-Mücken-Roll-On eignet sich hervorragend für unterwegs, wenn die Mücke schon zugestochen hat. Dazu z. B. 5 Tr. Lavendelöl, 5 Tr. Pfefferminzöl und 10 ml Mandelöl in eine Roll-On-Flasche füllen und bei Bedarf mehrmals täglich auf die Einstichstelle auftragen.
Lavendel pur: Oder du gibst einen TropfenLavendelöl pur auf den Stich. Die Essenz wirkt desinfizierend, beruhigend und lindert den Juckreiz.
Hinweis: Die ätherischen Öle auf der Haut immer stark verdünnt anwenden und am besten vor Gebrauch einen Arminnenbeugentest durchführen. Die Öle von Palmarosa und Pfefferminze sind für Schwangere nicht geeignet. Für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren sollte als Mückenprävention nur auf gut verdünntes Lavendelöl zurückgegriffen werden.